• Rhetorik

    Wie testet man eine gute Argumentation?

    Eine Argumentation verbindet verschiedene Aspekte als Ursache und Wirkung. Der einfachste Test ist daher: Was ist die Konsequenz? Man spielt es einmal durch. Hier ein Beispiel, das ich heute gelesen habe: Im MiGazin (Migration in Germany) wird die „Gesamtanalyse der bundesweiten Serie von Tötungsdelikten an Kleingewerbetreibenden mit Migrationshintergrund“ zitiert, die das Landeskriminalamt Baden-Württemberg 2007 erstellte. Der zuständige Fallanalytiker Udo Haßmann schreibt darin „Vor dem Hintergrund, dass die Tötung von Menschen in unserem Kulturkreis mit einem hohen Tabu belegt ist, ist abzuleiten, dass der Täter hinsichtlich seines Verhaltenssystems weit außerhalb des hiesigen Normen- und Wertesystems verortet ist“. Daraus schlussfolgert er, dass die Täter „im Ausland aufwuchsen oder immer noch dort leben“. Die…

  • Rhetorik

    Energiepolitik ist kein Spielplatz

    Energiepolitik ist kein Spielplatz Am 1. Juni 2011 schrieb Friedrich Merz einen Gastartikel in der Zeit (Nr. 23) über die aktuelle Energiepolitik. In dem er zwar nicht Stellung bezieht, aber den Ausstieg vom Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg (also dem Befürworten des Ausstiegs durch CDU und FDP) als unvernünftig darstellt. http://www.zeit.de/2011/23/Energiewende Er klingt dabei sehr vernünftig, aber sind das wirklich überzeugende Argumente gegen die Energiewende? Schon das erste Argument gegen den Ausstieg ist bei genauer Betrachtung ein Argument dafür: „Wer den raschen Ausstieg fordert, muss erklären, wie unsere Energieversorgung in Zukunft aussehen soll“ fordert Merz. Dabei sind die ungeklärten Fragen der Kernenergie weitaus gravierender. Wer die Nutzung der Kernenergie fordert, muss…